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March 16th 2018

West Highland Way 2017

gepostet von Alex und Hannah, in Entdecken/Unterwegs
West Highland Way 2017
English version

West Highland Way 2017

Die Alternative zum All-Inclusive-Strand-Urlaub


Wem die heißen Strandurlaube im Sommer zu viel sind, den zieht es in den Norden. Dort wurden in den letzten Jahren Wanderurlaube immer beliebter. Beim Recherchieren zum Thema Campen und Wandern stößt man zwangsläufig auf den West Highland Way. Dabei handelt es sich um einen schottischen Fernwanderweg von Milngavie nach Fort William. Auf 154km, vollgepackt mit allem was das Hochland Schottlands zu bieten hat, ist der West Highland Way auch durch seine gute Infrastruktur einer der beliebtesten britischen Wanderwege.

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  • Milngavie - Drymen
    1 Etappe, 19km, ca. 5h

    Die erste Etappe war auf Grund der Anreise relativ anstrengend und lang. Sie war aber auch durch den einfachen Weg und das gute Wetter leicht zu bestreiten.

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  • Drymen - Balmaha - Rowardennan
    2 Etappen, 22km, ca. 10h (2,5h Aufenthalt in Balmaha)

    Trotz zeitlichem Start wegen der Wettervorhersage, wanderten wir den ganzen Vormittag in starkem Regen. Leider verpassten wir die Alternativroute, welche am Conic Hill vorbei führt. DIe zweite Hälfte des Tages, am Anfang des Loch Lomond, präsentierte sich besser und bei der Ankunft in Rowardennan kam dann sogar noch die Sonne heraus.

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  • Rowardennan - Inversnaid - Inverarnan
    2 Etappen, 21km, ca. 10h (2h Aufenthalt in Inversnaid)

    Der Regen setzte dem Weg sehr zu, wodurch diese Strecke entlang des Sees eine der schwierigsten unseres Trips wurde. Diese Etappe hatte teilweise sehr rutschige Kletterpassagen, über teilweise große Felsen und setzt bei schlechten Verhältnissen gutes Schuhwerk, körperliche Verfassung und etwas Wandererfahrung voraus.

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  • Inverarnan - Crianlarich
    1 Etappe, 11km, ca. 3,5h

    Nach der Hälfte des Weges war es ein schönes Gefühl ein Zimmer in Aussicht zu haben, ein Bett zum Schlafen und eine Möglichkeit die durchnässten Sachen zu trocknen. Der Weg dorthin war schlammig, rutschig und tief, weswegen der Kaffee im Tearoom am Bahnhof Crianlarich umso besser schmeckte.

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  • Crianlarich -Tyndrum - Bridge of Orchy
    2 Etappen, 19km, ca. 6,5h (1,5h Frühstück in Tyndrum)

    Nach einem stärkenden Frühstück bei unseren fantastischen Gastgebern, entschieden wir uns den Weg nach Tyndrum über die A82 abzukürzen. Entlang der Eisenbahnstrecke ging es weiter nach Bridge of Orchy, was sich für uns als die schönste Etappe herausstellte.

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  • Bridge of Orchy - Kingshouse
    19km, ca. 5,5h (1h Aufenthalt in Inveroran)

    Über eine grob gepflasterte, alte Militärstraße, ging es ohne Schutz vor Wind und Regen durch eine sehr offene Landschaft nach Kingshouse. Wir allerdings nutzten den Campingplatz beim Glen Coe Ski Centre wo wir auch das erste Mal richtig unangenehm mit den Midges in Berührung kamen.

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  • Kingshouse - Kinlochleven
    14km, ca. 5h

    Die vorletzte Etappe führte uns über den Devil's Staircase und einen insgesamt gut begehbaren Weg nach Kinlochleven. Diese war eine der anstrengendsten Abschnitte, auf Grund des sehr steilen Aufstieges und des langen Abstiegs. Aufgelockert wurde sie aber durch die Snacks am Pass.

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  • Kinglochleven - Fort William
    20km, ca. 6h

    Um den Zug zurück nach Glasgow sicher zu erwischen, starteten wir am letzten Tag sehr früh bei starkem Regen. Der Weg erwies sich dann aber als recht einfach und bot zum Schluss auch noch die Möglichkeit einer Abkürzung auf einer ruhigen Straße.

Den restlichen Aufenthalt verbrachten wir in Edinburgh und Glasgow mit Sightseeing und entspannen. Für uns war es eine wertvolle Erfahrung und würden diese Tour auch weiterempfehlen. Gute Vorbereitung und Planung gehört sicherlich genauso dazu wie ein großes Durchhaltevermögen. Hierzu ein paar Gedanken was wir beim nächsten mal besser machen wollen bzw. gut gemeistert haben.

    Gut gemeistert:
  • Rucksack: Trotz Regenschutz war die Ausrüstung und Kleidung in Plastiksäcke; lieber einen etwas größeren Rucksack
  • Zelt: Wir hatten ein leichtes und kompaktes Zelt um Platz und Gewicht zu sparen (schützt weniger vor Wind und Kälte
  • Schlafmatten: Einer der wichtigsten Punkte waren die aufblasbaren Schlafmatten, brauchen zwar etwas mehr Platz und sind schwerer, gewähren aber einen komfortablen Schlaf und schützen vor kaltem und feuchten Boden
  • Schlafsäcke: Leichte, kompakte Schlafsäcke
  • Sonstige Ausrüstung: Messer, Taschenlampe, Erste-Hilfe-Set (Salben, Pflaster, wichtigste Medikamente extra), Klopapier, Reiseführer
  • Orientierung: Mit Reiseführer und Handy war die Orientierung im Großen und Ganzen kein Problem
  • Tagesplanung: Wir planten die Route immer am Vorabend. Wetterbericht, Etappenzusammenlegung, Stopps, Verpflegung
  • Abwarten: Langes Warten und ruhig bleiben gehörte zu den schwierigsten Dingen. Das Zelt im trockenen aufbauen war wichtig um Ausrüstung und uns möglichst trocken zu halten und im vorallem im Trockenen zu schlafen.
  • Zeltplatzsuche: Genug Zeit lassen und wenn nötig 2-3km weiter gehen um einen möglichst trockenen und geschützten Schlafplatz zu finden
  • Gegenseitig bei Laune halten

  • Besser machen:
  • Gewicht sparen: Wir hatten zu viel Kleidung mit. Auch bei den Kameras könnte man sparen
  • Schuhe: Auch wenn es auf Grund des Regens eine schwierigere Situation war, wären festere Schuhe so und so zu empfehlen. Tiefes Profil, über den Knöchel, trotzdem nicht zu schwer und vorallem bequem
  • Zimmer früh genug buchen
  • Campingkocher für Tee und Kaffee
  • Planung: Wenn möglich zu einer geeigneteren Jahreszeit (empfohlener Monat Mai)
  • Bothies in Anspruch nehmen

Abschließend möchten wir sagen, dass es sich hier nur um eine kurze Zusammenfassung handelt. Wer sich für eine West Highland Way Wanderung interessiert kann sich jederzeit bei uns gerne näher erkundigen.

Kameras/Camera: Nikon D3100, Nikon D500
Objektive/Lens: Nikon AF-S NIKKOR 50mm f/1.8G, Tokina AT-X 11-16mm f/2,8 Pro DX II


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2. .
schrieb am March 31st 2018
.
1. mett1009
schrieb am March 20th 2018
lässiger Bericht!