Feuerwerk fotografieren, Tipps und Tricks

Langzeitbelichtungen
Belichtungszeit: 25s, Blende: f14, Brennweite: 85mm, ISO: 400
Kamera: Nikon D80, Objektiv: NIKKOR AF-S DX 18-135mm 1:3,5-5,6G ED
Ähnlich wie bei Nachtaufnahmen muss man bei Feuerwerksaufnahmen mit sehr wenig Licht auskommen. Aus diesem Grund sind Stativ und Fernauslöser unbedingt mitzunehmen und gehören bei schlechten Lichtverhätlnissen zur Grundausrüstung.

Wichtig ist, wie auch bei Nachtaufnahmen, dass man Blende, Verschlusszeit, ISO und Fokus manuell einstellen kann. Das heißt man kann jede Kamera verwenden bei der man dies alles einstellen kann. Natürlich eignen sich DSLR, vorallem Vollformat mit ihren rauscharmen Sensoren besser als kleine Bridgekameras.

Objektiv
Da bei Feuerwerken ein relativ großer Bereich aufgenommen werden soll, eignen sich Weitwinkelobjektive besser als Teleobjektive. Bei Feuerwerken benötigt man kein lichtstarkes Objektiv, wodurch sich 18-55mm 3.5-5.6 Kitobjektive auch sehr gut eignen. Zur Blende komme ich später noch.

Verschlusszeit
Es gibt keinen wirklichen Richtwert für die Verschlusszeit. Im Bereich von 1-30s liegen meine, wobei die Bilder zwischen 1s und 5s am besten wirken. Da es zum Großteil auch Glück ist was, wieviel und ob man überhaupt etwas am Bild hat, darf man sich auch von vielen Fehlschlägen nicht entmutigen lassen.

Fokus
Um einen geeigneten Ort zu finden und von diesem aus den Fokus einzustellen, würde ich jedem empfehlen, am Tag eine geeignete Stelle zu suchen. Bei Weitwinkelobjektiven ohne Markierung für „Unedlichkeits-Einstellung“, sollte man das vorher ausprobieren und wenn möglich, irgendwie anzeichnen oder markieren.

Blende
Hier ein paar Richtwerte bei ISO 1000 und ca. 3s:
  • Gold: bis ca. f9
  • Blau: f9-12
  • Blau: f9-12
  • Rot: f10-13
  • Grün: f11-15
  • Silber: von f15

Weitere Tipps und Tricks
  • ISO niedrig halten um Bildrauschen zu minimieren
  • beim Ändern der Blende auch daran denken das bei gewissen Objektiven neu fokusiert werden muss
  • Belichtungsreihen verwenden: z.B. mit einem Ausgangswert von 3s
  • Intervallaufnahmen: können spektakuläre Zeitrafferaufnahmen ergeben, allerdings sollte man hier schon etwas mehr Erfahrung haben da man keine Möglichkeit hat währenddessen Einstellungen zu ändern
  • Windrichtung: der Wind kann die Effekte störend verwehen
  • Rauchentwicklung: am Anfang wird man klarere Bilder erhalten als zum Ende eines Feuerwerks
  • Bei der Bearbeitung kann man sehr kreativ sein und viel mit Sättigung und Dynamik experimentieren

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