West Highland Way 2017

2 Kommentare
Die Alternative zum All-Inclusive-Strand-Urlaub

Wem die heißen Strandurlaube im Sommer zu viel sind, den zieht es in den Norden. Dort wurden in den letzten Jahren Wanderurlaube immer beliebter. Beim Recherchieren zum Thema Campen und Wandern stößt man zwangsläufig auf den West Highland Way. Dabei handelt es sich um einen schottischen Fernwanderweg von Milngavie nach Fort William. Auf 154km, vollgepackt mit allem was das Hochland Schottlands zu bieten hat, ist der West Highland Way auch durch seine gute Infrastruktur einer der beliebtesten britischen Wanderwege.



The alternative Choice to an All-Inclusive-Beach-Vacation

Those who are overwhelmed by a hot beach vacation are drawn to the North. Trekking tours have gotten more and more popular there in the last couple of years. When researching the topic camping and hiking you unavoidably come across the West Highland Way. That's a Scottish walk from Milngavie to Fort William. On 154km, full with everything the Highlands in Scotland have to offer, the West Highland Way is, also because of it's good infrastructure, one of the most popular British hiking trails.



  • Milngavie - Drymen
    1 Etappe, 19km, ca. 5h

    Die erste Etappe war auf Grund der Anreise relativ anstrengend und lang. Sie war aber auch durch den einfachen Weg und das gute Wetter leicht zu bestreiten.

    The first stage was exhausting and long, due to the arrival journey. Still it was easy to accomplish, based on it's easy way and the good weather.


  • Drymen - Balmaha - Rowardennan
    2 Etappen, 22km, ca. 10h (2,5h Aufenthalt in Balmaha)

    Trotz zeitlichem Start wegen der Wettervorhersage, wanderten wir den ganzen Vormittag in starkem Regen. Leider verpassten wir die Alternativroute, welche am Conic Hill vorbei führt. DIe zweite Hälfte des Tages, am Anfang des Loch Lomond, präsentierte sich besser und bei der Ankunft in Rowardennan kam dann sogar noch die Sonne heraus.

    In spite of our early start because of the weather forecast, we walked in heavy rain all morning. Unfortunately we missed the alternate route, that goes alongside Conic Hill. The second half of the day, at the beginning of Loch Lomond, presented itself better and upon our arrival at Rowardennan even the sun came out.


  • Rowardennan - Inversnaid - Inverarnan
    2 Etappen, 21km, ca. 10h (2h Aufenthalt in Inversnaid)

    Der Regen setzte dem Weg sehr zu, wodurch diese Strecke entlang des Sees eine der schwierigsten unseres Trips wurde. Diese Etappe hatte teilweise sehr rutschige Kletterpassagen, über teilweise große Felsen und setzt bei schlechten Verhältnissen gutes Schuhwerk, körperliche Verfassung und etwas Wandererfahrung voraus.

    The rain tormented the way, so this part alongside the lake was one of the hardest of our trip. This stage had a lot of slippery climbing routes over big rocks and during bad weather it requires good footwear, physical condition and some hiking experience.


  • Inverarnan - Crianlarich
    1 Etappe, 11km, ca. 3,5h

    Nach der Hälfte des Weges war es ein schönes Gefühl ein Zimmer in Aussicht zu haben, ein Bett zum Schlafen und eine Möglichkeit die durchnässten Sachen zu trocknen. Der Weg dorthin war schlammig, rutschig und tief, weswegen der Kaffee im Tearoom am Bahnhof Crianlarich umso besser schmeckte.

    After half of the trial it was a good feeling to know that we will spend the night in a room, with a bed to sleep and the opportunity to dry our wet stuff. The way to get there was muddy, slippery and deep, which is why the coffee at the tearoom at the train station of Crianlarich tasted even better.


  • Crianlarich -Tyndrum - Bridge of Orchy
    2 Etappen, 19km, ca. 6,5h (1,5h Frühstück in Tyndrum)

    Nach einem stärkenden Frühstück bei unseren fantastischen Gastgebern, entschieden wir uns den Weg nach Tyndrum über die A82 abzukürzen. Entlang der Eisenbahnstrecke ging es weiter nach Bridge of Orchy, was sich für uns als die schönste Etappe herausstellte.

    After a strengthening breakfast from our fantastic hosts, we decided to take the road A82 to our next destination Tyndrum. Alongside the railway line it went on to Bridge of Orchy, which turned out to be the most beautiful stage for us.


  • Bridge of Orchy - Kingshouse
    19km, ca. 5,5h (1h Aufenthalt in Inveroran)

    Über eine grob gepflasterte, alte Militärstraße, ging es ohne Schutz vor Wind und Regen durch eine sehr offene Landschaft nach Kingshouse. Wir allerdings nutzten den Campingplatz beim Glen Coe Ski Centre wo wir auch das erste Mal richtig unangenehm mit den Midges in Berührung kamen.

    Over a roughly paved, old military road the way continued without any shelter from wind and rain across a very open landscape to Kingshouse. However, we stopped at the campsite of the Glen Coe skying centre, where we badly encountered the midges for the first time.


  • Kingshouse - Kinlochleven
    14km, ca. 5h

    Die vorletzte Etappe führte uns über den Devil's Staircase und einen insgesamt gut begehbaren Weg nach Kinlochleven. Diese war eine der anstrengendsten Abschnitte, auf Grund des sehr steilen Aufstieges und des langen Abstiegs. Aufgelockert wurde sie aber durch die Snacks am Pass.

    The second last stage led us across the devil's staircase and along an all on all very walkable way to Kinlochleven. This was one of the most challenging parts, due to it's very steep climb and it's long descent. It was loosened up by the snack on the pass.


  • Kinglochleven - Fort William
    20km, ca. 6h

    Um den Zug zurück nach Glasgow sicher zu erwischen, starteten wir am letzten Tag sehr früh bei starkem Regen. Der Weg erwies sich dann aber als recht einfach und bot zum Schluss auch noch die Möglichkeit einer Abkürzung auf einer ruhigen Straße.

    To be sure to catch the train back to Glasgow, we started very early in heavy rain on the last day. The way turned out to be quite easy though, and at the end there also was the opportunity to take a shortcut on a calm street.


Den restlichen Aufenthalt verbrachten wir in Edinburgh und Glasgow mit Sightseeing und entspannen. Für uns war es eine wertvolle Erfahrung und würden diese Tour auch weiterempfehlen. Gute Vorbereitung und Planung gehört sicherlich genauso dazu wie ein großes Durchhaltevermögen. Hierzu ein paar Gedanken was wir beim nächsten mal besser machen wollen bzw. gut gemeistert haben.

    Gut gemeistert:
  • Rucksack: Trotz Regenschutz war die Ausrüstung und Kleidung in Plastiksäcke; lieber einen etwas größeren Rucksack
  • Zelt: Wir hatten ein leichtes und kompaktes Zelt um Platz und Gewicht zu sparen (schützt weniger vor Wind und Kälte
  • Schlafmatten: Einer der wichtigsten Punkte waren die aufblasbaren Schlafmatten, brauchen zwar etwas mehr Platz und sind schwerer, gewähren aber einen komfortablen Schlaf und schützen vor kaltem und feuchten Boden
  • Schlafsäcke: Leichte, kompakte Schlafsäcke
  • Sonstige Ausrüstung: Messer, Taschenlampe, Erste-Hilfe-Set (Salben, Pflaster, wichtigste Medikamente extra), Klopapier, Reiseführer
  • Orientierung: Mit Reiseführer und Handy war die Orientierung im Großen und Ganzen kein Problem
  • Tagesplanung: Wir planten die Route immer am Vorabend. Wetterbericht, Etappenzusammenlegung, Stopps, Verpflegung
  • Abwarten: Langes Warten und ruhig bleiben gehörte zu den schwierigsten Dingen. Das Zelt im trockenen aufbauen war wichtig um Ausrüstung und uns möglichst trocken zu halten und im vorallem im Trockenen zu schlafen.
  • Zeltplatzsuche: Genug Zeit lassen und wenn nötig 2-3km weiter gehen um einen möglichst trockenen und geschützten Schlafplatz zu finden
  • Gegenseitig bei Laune halten

  • Besser machen:
  • Gewicht sparen: Wir hatten zu viel Kleidung mit. Auch bei den Kameras könnte man sparen
  • Schuhe: Auch wenn es auf Grund des Regens eine schwierigere Situation war, wären festere Schuhe so und so zu empfehlen. Tiefes Profil, über den Knöchel, trotzdem nicht zu schwer und vorallem bequem
  • Zimmer früh genug buchen
  • Campingkocher für Tee und Kaffee
  • Planung: Wenn möglich zu einer geeigneteren Jahreszeit (empfohlener Monat Mai)
  • Bothies in Anspruch nehmen

Abschließend möchten wir sagen, dass es sich hier nur um eine kurze Zusammenfassung handelt. Wer sich für eine West Highland Way Wanderung interessiert kann sich jederzeit bei uns gerne näher erkundigen.



The rest of the vacation we stayed at Edinburgh and Glasgow for sightseeing and relaxing. For us, it was a wonderful experience and we would recommend this tour to everyone else. Good preparation and planning surely belong to a successful trip as well as a strong endurance. To this we want to share some thoughts on what we did well on our adventure and how to improve the vacation next time.


What we did well:
  • Backpack: Despite rain protection, we had our equipment and clothes in plastic bags; a big backpack is important
  • Tent: We had a light and compact tent to save space and weight (less protection of wind and cold)
  • Sleeping mats: One of the most important things we had were the inflatable sleeping mats, they use up more space and are heavier, but they grant a comfortable sleep and protects from cold and wet ground
  • Sleeping bags: Light and compact sleeping bags
  • Other equipment: knife, flashlight, first-aid-kit (creams, bandaids, important medication), toilet paper, travel guide
  • Orientation: with the travel guide and our mobile phone the orientation was not a problem
  • Daily Planning: We planned our route each evening ahead; weather forecast, combination of stages, stops, meals
  • Waiting: Long waiting and staying calm was one of the most challenging parts; to put up the tent when its not raining was important to keep the equipment dry and to sleep in the drought
  • Site search: Taking time and if necessary we walked on 2-3km to find a ideally dry and sheltered place to put up the tent for the night

  • How to improve:
  • Saving weight: we brought too many clothes, we could have saved weight with the cameras too
  • Shoes: Even though the situation was tough because of the rain, solid footwear would be good nevertheless; deep tread, ankle high, not too heavy and comfortable
  • Rent a room early enough
  • Camp stove for tea and coffee
  • Planning: If possible walk the trial during a more suitable time of the year (recommended month May)
  • Ure the bothies for shelter


  • Conclusively we want to say that this is just a short summary of the experience. Everybody who is interested in a hiking tour on the West Highland Way can always come forward and ask for further information.


    Kameras/Camera: Nikon D3100, Nikon D500
    Objektive/Lens: Nikon AF-S NIKKOR 50mm f/1.8G, Tokina AT-X 11-16mm f/2,8 Pro DX II


    (verfasst von Alex und Hannah am 16.03.2018)

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    • 2. . schrieb am 16.03.2018
    .
    • 1. mett1009 schrieb am 16.03.2018
    lässiger Bericht!