Arne Fatal @ B72

Belichtungszeit: 1/125s, Blende: f1.8, Brennweite: 14mm, ISO: 800
Kamera: Nikon D500, Objektiv: SIGMA 14 mm F1,8 DG HSM ART
Arne, den ich zum ersten Mal beim FirleTanz #15, damals noch mit "Der Arne und die Anderen" fotografiert habe, steht jetzt alleine auf der Bühne. Wie das aussieht, sich anhört und worum es dabei geht gibt es hier nachzulesen. Diesmal gibt es auch wieder ein ausführliches Interview, Portraits, Bilder vom Aufbau, Backstagebilder und Arnes fatales erstes Video! Also auf alle Fälle bis zum Schluss lesen.

Arne, who I first met when I photographed him with his band "Der Arne und die Anderen" at FirleTanz #15, performs solo now. What that looks and sounds like and what it is all about you can read in this post. Arne was also so kind to answer some questions for a detailed interview and there are portraits, photographs from before the show, backstage photos as well as Arne Fatal's first video! So definitely read until the end.


  • Arnes Musik

    Mit Arne gibt es einen neuen Singer-Songwriter in dem mittlerweile großen, aber fantastischen Austrorock-Künstler-Pool. Er gehört aber definitiv nicht zu der gewöhnlichen Sorte, denn Arne ist der Kurt Cobain des Austrorock. Zu den klassischen Elementen wie Akkustikgitarre, Stompbox, lyrischen Texten und seiner markanten Stimme, fügt er eine gute Portion Punk und Rock hinzu. So erzählt er in seinen gut durchdacht und getexteten Liedern seine ganz eigenen Geschichten vom besoffenen Onkel oder der tierliebenden Exzentrikerin.

    With Arne, there is a new Singer-Songwriter in the, by now, big, but fantastic Austrorock-Artists-Pool. Anyways, he is definitely not the ordinary type, since Arne is the Kurt Cobain of Austrorock. Classical elements like an acoustic guitar, stompbox, poetic lyrics and his striking voice, he mixes with the perfect portions of punk and rock music. So with his thought-through and well texted songs, he tells his very individual stories about things like a drunk uncle and an animal-loving eccentric.


  • Konzertbericht

    Live steht er dann in seinem sexy Bühnenoutfit auf der Bühne und spielt sich erbarmungslos die Seele aus dem Leib. Der Schweiß tropft, die Emotionen kochen. Von ruhigen fast schon depressiven Nummern bis hin zu, von der Bassdrum getriebenen, Rocknummern unterhielten die zahlreichen und gespannten Gäste im B72. Am Ende bedankte sich der sichtlich ausgepowerte Wahlwiener auf seine ganz sympathische Art bei allen Anwesenden und machte dabei gleichzeitig Lust auf mehr von Arne Fatal.

    Performing live on stage, wearing his sexy stage outfit, he plays his heart out relentlessly. Sweat is dropping on the ground, emotions boiling. With calm, almost depressive ballads, as well as rocky songs, driven by the base drum, he entertained the many visitors at the B72. At the end, the visibly jaded "Viennese out of choice" thanked his audience in his typical sympathetically way and made everyone wanting more of Arne Fatal.




Interview



  • Wie fühlt es sich jetzt an, wenn du alleine auf der Bühne stehst? Spielst du lieber alleine oder mit Band?

    Am Anfang war es für mich sehr ungewohnt, allein auf der Bühne zu stehen und ich hab mich irgendwie nackt gefühlt. Ich war es gewohnt, eine Band bei mir zu haben, auf die ich mich verlassen kann, die mir einen geiwssen Rückhalt gibt. Jetzt, nachdem die ersten "Arne Fatal" Gigs gut über die Bühne gegangen sind, hab ich mich ans alleine Spielen gewöhnt und es macht richtig Spaß. Ich mache aber grundsätzlich beides gern: in einer Band spielen oder Solo. Beides hat seine Vor- und Nachteile: Wenn du allein auf der Bühne stehst, musst du die gesamte Show natürlich allein tragen. Du musst allein dafür sorgen, dass die Leute von deinem Konzert etwas Positives mit nach Hause nehmen. Das baut schon einen gewissen Druck auf. Auf der anderen Seite bin ich Solo natürlich viel, viel flexibler. Ich kann proben, wann es mir gerade passt bzw. nicht proben, wenn ich grad keine Lust dazu hab. Ich kann Songs noch fünf Minuten vor dem Konzert einfach aus dem Set streichen, oder durch andere ersetzen. Und wenn mir live irgendein Songteil mal nicht soviel Spaß macht, dann lass ich ihn einfach weg.  Das ist schon ein ziemlicher Luxus. Außerdem ist es viel leiser auf der Bühne, wenn man allein spielt. Das weiß ich inzwischen sehr zu schätzen: ich muss nicht so schreien, damit man meine Texte versteht.

  • Was hat sich musikalisch verändert, seitdem du alleine auftrittst?

    Ich hab die Songs über die letzten Wochen so zu arrangieren versucht, dass sie auch in reduzierter (nämlich nur von 1 Musiker gespielten) Version überzeugend klingen. Das war schon ein ziemlicher Aufwand. Teile, die druckvoll rüberkommen sollen - also Riffs oder Refrains - unterstütze ich mit einer Basstrommel, die ich mit dem Fuss spiele. Danaben hab ich bei gewissen Teilen einen Looper im Einsatz, also ein Gerät, dass die von mir gespielten Teile aufnimmt und wiedergibt. Außerdem hab ich sehr an den verschiedenen Facetten meines Gitarrensounds gearbeitet, sodass sich die einzelnen Teile doch immer wieder voneinander unterschieden, auch ohne den zusätzlichen Einsatz weiterer Musiker. Aber natürlich bleibt es live immer irgendwie ein Kompromiss. Ich hoffe halt, dass jene Instrumente, die ich zwar im Studio, nicht aber live zur Verfügung habe, dadurch kompensiere, dass ich live eine gewisse Energie entfalte, die im Studio nur sehr schwer zu erzeugen ist.

  • Wie schreibst du deine Lieder? Wie kommst du zu deinem Sound?

    Inzwischen steh ich doch schon seit einigen Jahren auf der Bühne bzw. bin als Musiker aktiv. Meine Songs sind dabei eigentlich immer auf dieselbe Weise entstanden: zuerst die Musik, dann der Text. Meistens mach ich es so, dass ich musikalische Ideen auf meinem Aufnahmegerät festhalte, Texte bzw. Themen, die mir einfallen, schreibe ich in ein kleines Büchlein. Irgendwann hab ich dann eine schöne Anzahl von Versatzstücken in der Schublade rumliegen und schau mir an, welcher Text vom Gefühl her zu welcher Musik passt. Irgendwann gehe ich damit in mein Heimstudio und arbeite die Arrangements der Songs aus, je nachdem in welcher Konstellation ich gerade aktiv bin: entweder für eine gesamte Band oder - wie es momentan eben der Fall ist -. für "Arne Fatal".


    Deine Plakate sind DIY. Bist du insgesamt ein Selbermacher?

    Ganz klares Ja! Die meisten Dinge, die mit "Arne Fatal" zu tun haben, mach ich selber: Aufnahmen, Plakate, Flyer, Bühnendeko, auch zu einem gewissen grad die Videos zu den Songs. Ich mag den Do it yourself-Gedanken einfach! Ich muss dabei praktisch keine Kompromisse machen, mit Grafikern diskutieren oder Ähnliches. Außerdem finde ich es schön, dass dann alle "Produkte" eine ähnliche - authentische - Handschrift tragen. Das Ganze soll ja gar nicht nach teuer produziertem "High Tech" aussehen. Schließlich ist "Arne Fatal" irgendwie eine Punk-Band, nicht unbedingt vom Sound, aber definitiv von der Attitude her.

  • Um was geht es in deinen Geschichten? Sind sie wahr oder erfunden?

    Sowohl als auch. Im Prinzip mach ich nichts anderes als jeder Schriftsteller oder Drehbuchautor. Ich geh von meinen persönlichen Erfahrungen aus, von Dingen die ich selbst erlebt habe und wo ich mich "auskenne". Wo ich sozusagen weiß, wovon ich rede. Dann überhöhe ich - wo es notwendig ist - die eigene Geschichte, um dem Ganzen mehr Spannung, mehr Glanz zu verleihen. Ich erfinde Personen, Orte, Dinge hinzu. Aber der Ausgangspunkt bleibt immer etwas, das mir selbst passiert ist.


    Fühlst du dich als Teil der neuen "Austro-Pop-Rock Singer-Songwriter-Scene" wie z.B. Voodoo Jürgens oder Nino aus Wien?

    Soweit ich im Bilde bin, repräsentieren die von dir genannten Künstler ja etwas spezifisch "Wienerisches", mit dem ich mich - nicht zuletzt weil ich nunmal kein Wiener bin - nur sehr eingeschränkt identifizieren kann. Ich lebe zwar seit Jahren in Wien, aber aufgewachsen und sozialisiert wurde ich am Land (Klagenfurt Umgebung).


    Trifft man dich auch privat in dem Bühnenoutfit?

    Bisher noch nicht, das kann aber noch werden :)









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(verfasst von Alex am 19.10.2019)

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