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04.04.2020

A blog post a day XX - Brennweiten in der Musikfotografie

gepostet von Alex, in Spezielle Fotografie

A blog post a day XX - Brennweiten in der Musikfotografie

...keeps insanity away!
- www.isorauschen.at -


Da ich immer wieder verschiedensten Diskussionen und Streitigkeiten über Brennweiten beiwohne, die nicht selten eigenartig, kritisch, aber auch sinnbefreit und fast schon aggressiv sind, ist es jetzt einmal Zeit, meinen Zugang dazu hier niederzuschreiben.
Dieses: "Ach, Weitwinkel verzerrt mir zu sehr, ich mag nur Tele - das stellt besser frei", oder "mit meinem Tele mache ich die besten Bilder immer ganz unbemerkt und unaufdringlich von hinten, da muss ich nicht dem Künstler die Kamera ins Gesicht halten", nervt mich schon.

Abgesehen davon, dass Geschmäcker unterschiedlich sind, gibt es auch Situationen und Gegebenheiten bei denen man nicht mit dem Tele aus der Menge fotografieren kann bzw. sogar darf, oder auf Grund der Größe des Venues gezwungen ist, kürzere Brennweiten zu verwenden um die Band gesamt, oder auch aus dem Graben Ganzkörper-Aufnahmen zu machen. Natürlich gibt es auch das Gegenteil und man darf nur von hinten fotografieren (FOH: Front of house).

Um die verschiedenen Möglichkeiten zu verdeutlichen, hier einige Bilder von mir und warum ich mich bewusst für gewisse Brennweiten entschieden habe.

  • Beitragsbild
  • Weitwinkel "bewusst"

    Durch die Verwendung eines Weitwinkelobjektivs, fühlt es sich für den Betrachter an, als würde man ganz nahe an seinem Idol stehen. So ging es mir auch bei diesem Bild. Durch die sehr kurze Brennweite und den dadurch großen Bildwinkel kommt die ganze Energie und all die Emotionen, durch die vielen Details die zum Vorschein kommen, gut zur Geltung.

    Marc Rizzo of Soulfly
    Nikon D500, 1/250s, f1.8, 14mm, ISO2500


  • Weitwinkel "gezwungen"

    Hier ein Beispiel, bei dem ich um eine kurze Brennweite nicht herum kam. Kleine Location und trotzdem die ganze Band aufs Bild? Das ist mir hier im Kramladen nur mit einem Weitwinkel gelungen. Gerade, wenn es eng ist und keinen Graben gibt, kommt man um ein Weitwinkel Objektiv nicht herum, um die Emotionen auf und abseits der Bühne gemeinsam einzufangen.

    Roy de Roy at Kramladen
    Nikon D7000, 1/100s, f2.8, 11mm, ISO2500

  • Beitragsbild

  • Beitragsbild
  • Tele "Bewusst"

    Im Gegenteil zu den vorigen Beispielen, hab ich mich hier für eine lange Brennweite entschieden, um einen ruhigen und aufgeräumten Hintergrund zu erhalten. Dieser passt oft auch besser zu eher ruhigen Musikrichtungen, oder wenn man nicht zu sehr vom Hauptmotiv ablenken möchte. So entsteht ein insgesamt stimmiges Bild, vor allem, wenn man noch die Musik von dem Konzertabend im Kopf hat.

    Kiefer Sutherland
    Nikon D850, 1/400s, f4, 175mm, ISO1250


  • Tele "gezwungen"

    Zuletzt noch ein Beispiel, bei dem man gar nicht um lange Brennweiten herum kommt um Künstler vollformatig aufs Bild zu bekommen. Bei Festivals und auf großen Bühnen kommt man oft nicht so nah an die Bands wie man es gerne hätte. Also kommt hier das Tele zum Einsatz. Genauso, wie wenn das Fotografieren nur vom FOH erlaubt ist.

    Genettik
    Nikon D500, 1/500s, f2.8, 175mm, ISO1600

  • Beitragsbild


Ich möchte hier noch einmal betonen, dass es Geschmacksache ist, welche Brennweite man verwendet und es natürlich jedem/jeder freisteht welche er/sie wählt. Aber manchmal sollte man auch über den Tellerrand hinausblicken und etwas neues probieren!


Was sind eure Lieblings Brennweiten und wie setzt ihr sie am liebsten ein? Lass uns doch ein Kommentar hier.

Hier gehts zur ganzen Serie:
A blog post a day


(verfasst von Alex am 04.04.2020)



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